Laufen für die Welt

Die Sonne schien, als sich der TeenStreet Boulevard in eine festliche Umgebung verwandelte, in der sich Läufer und Unterstützer zu einer bunten Menschenmenge vermischten. Einige trugen Perücken, Hüte oder verrückte Kostüme, andere waren in Fahnen gehüllt. Es war Zeit für das RAG-Rennen.

Fünf... vier... drei... zwei... eins... eins..... GOOOO! Zu der Musik von Hunderten von Menschen, die mit den Händen klatschten, sangen und jubelten, starteten über 1200 Läufer und der DJ trug seinen Teil zu der Atmosphäre bei, als er anfing, motivierende Musik zu spielen.

Die Läufer - und Walker - hatten zwei Stunden Zeit, um so viele Runden wie möglich zu laufen. Es war überraschend, wie viele Läufer die gesamten zwei Stunden durchhielten. Eine von ihnen war Miranda (15, Schweden), die 24 Runden lief und 6 Euro pro Runde gewann. Sie ging bis an ihreGrenzen: "Ich war gestresst und versuchte, schneller zu fahren, um so viele Runden wie möglich zu laufen. Meine Beine begannen zu schmerzen", berichtete sie. Ein weiterer Teenager, der einfach weiterlief, war Peter (13, Deutschland). Dank des Jubels, der ihn schneller laufen ließ, gelang es ihm, "etwa 20 Runden" zu laufen.

Drei belgische Mädchen, die wie Bananen gekleidet waren, gingen zwei Stunden lang. "Gott hat uns durchgebracht!" Lonit (17) rief mit einem Lächeln aus. "Hier bin ich in einem Bananenanzug, laufe im Kreis und sammel Geld." Lonit und ihre Freunde Joske (17) und Sarah-Beth (17) waren begeistert von der Unterstützung durch die Menge: "Da waren kleine Kinder, die uns umarmten und uns unterstützten". Das gab ihnen die Energie, weiterzugehen.

Viele Teams waren an der Organisation des RAG-Tages beteiligt. Neben dem RAG-Team selbst spielten das Sports Team, das Medical Team und das Security Team eine wichtige Rolle, um sicherzustellen, dass alles gut verläuft. Laut dem Sports Team lief alles reibungslos - obwohl es anfangs stressig war, denn viele Läufer wollten ihre Badges für die Registrierung ihrer ersten Runde scannen lassen.

Es war wichtig, sicherzustellen, dass die Läufer geeignete Schuhe tragen, um das Risiko von Verletzungen und Blasen zu reduzieren. Das hat sich nach Angaben des Ärzteteams deutlich ausgezahlt. Das gesamte Team - 10 Krankenschwestern, 11 Sanitäter und 2 Ärzte - war während des Rennens im Einsatz und hatte sich sorgfältig vorbereitet, sowohl praktisch als auch im Gebet. Nach dem Rennen berichteten sie, dass nur 20 Patienten während der zwei Stunden medizinisch versorgt werden mussten, und keiner von ihnen erlitt schwere Verletzungen.

In diesem Jahr geht das gesammelte Geld an geflüchtete Jugendliche und Kinder in Griechenland, Italien und Serbien, die neben Sport- und Kunstausrüstung, Rucksäcke, Schreibwaren und Bücher erhalten. Neu ist, dass 20 Prozent des Geldes für die Unterstützung neuer TeenStreets in anderen Teilen der Welt verwendet werden. So engagiert sich jeder, der selbst Geld sammelt oder spendet, im Namen Christi für junge Menschen.

Der gesammelte Betrag betrug 85.453 € - Geld, das das Leben zahlreicher Teenager verändern wird.