11 Mal und noch viele mehr in Aussicht

Die 23-jährige Sini aus Finnland war bereits 11 Mal auf TeenStreet. Das erste Mal war sie 13 Jahre alt und eine Freundin der Familie hatte jemanden gesucht, der mit ihrer eigenen Tochter zu TeenStreet geht.

„Wir haben uns ein bisschen über E-Mails kennengelernt, bevor wir losgereist sind,“ erinnert sich Sini. „Meine Mutter hat jetzt zugegeben, dass sie etwas Angst hatte, uns alleine nach Deutschland zu schicken. Wir waren so jung! Aber wir sind gute Freunde geworden und seitdem habe ich kein einziges TeenStreet verpasst.“

„Ich erinnere mich nicht an viel von meinem ersten TS, es vermischt sich alles mit den anderen 10 Mal,“ sagt Sini. „Die wichtigste Erinnerung, die ich habe, hat aber damit zu tun, Gott zu begegnen und mit ihm in Beziehung zu treten.“

Gemeinsam Dienen

Als Teen besuchte Sini TeenStreet insgesamt 6 Mal. Danach arbeitete sie einmal gemeinsam mit ihrem damaligen Freund Mikko im Security Team mit. Im Jahr 2015 heirateten die beiden. Seitdem haben sie jeden Sommer gemeinsam auf TeenStreet verbracht. Dieses Jahr waren beide Coaches, bereits zum vierten Mal. „Es ist toll, gemeinsam als Paar zu dienen und sich über die gleichen Dinge zu freuen,“ sagt Sini. „Die Tatsache, dass wir gemeinsam an Gottes Reich bauen können, freut uns. Unsere Gaben ergänzen sich gegenseitig.“

Sini zeigt zum Volleyballfeld, wo Mikko gerade mit seiner Kleingruppe an einem Turnier teilnimmt. „Das ist Mikko, wild und mit ganzem Herzen dabei. Ich dagegen bin ruhiger und lasse Situationen durch Gespräche auf mich wirken.“ Die TeenStreet Woche ist sehr intensiv und die Coaches verbringen viel Zeit mit ihren Kleingruppen. Mikko und Sini sehen sich nicht viel während der Woche, aber beide sagen, dass es trotzdem zählt, dass der andere dabei ist. Mikko kommt vom Volleyballspielen zurück und sagt: „Wenn Sini allein zuhause wäre, würde ich viel mehr Zeit damit verbringen, mich zu fragen, wie es ihr gerade wohl geht. Wenn sie hier ist, sehe ich sie immer wieder, auch wenn nur kurz. Aber dann weiß ich, dass alles gut ist. Ich weiß nicht, ob ich bereit wäre, jedes Jahr allein zu kommen. Die Unterstützung meiner Frau ist ausschlaggebend.“

Mentor für andere

Ein paar von Mikkos Teens sind bereits zum vierten Mal dabei und jedes Mal war Mikko ihr Kleingruppenleiter. „Es passiert ziemlich viel Wachstum innerhalb von vier Jahren,“ betont Mikko. „Es ist super zu sehen, wie sie im Glauben wachsen und ein Privileg, sie dabei leiten und lenken zu können. Ich teile mein Leben mit ihnen wie es ein älterer Bruder mit jüngeren Geschwistern tun würde.“ Mikko bleibt auch außerhalb von TeenStreet mit seiner Gruppe in Kontakt. „Wir haben unsere eigene WhatsApp Gruppe, in der wir Gebetsanliegen teilen und über Dinge, die wir bei TeenStreet gelernt haben, und tägliche Herausforderungen sprechen.“

Mikko glaubt, dass jeder Christ von einem Mentor profitieren würde. Es ist schwierig, allein im Glauben zu wachsen. Er selbst hatte Personen in seinem Leben, die ihm in seinem aufkeimenden Glauben und bei entscheidenden Fragen zur Seite gestanden sind und ihn beraten haben. Jetzt ist er an der Reihe, mit der jüngeren Generation das zu teilen, was er gelernt hat. „Wir reden über alles und wir sind sehr ehrlich – Identität, Selbstvertrauen aufbauen und wie man ein ehrlicher, gottesfürchtiger Mann in der Gesellschaft sein kann.“ Manche Jungs öffnen sich dabei und sprechen über Dinge, über die sie noch nie zuvor gesprochen haben. „Es braucht mehrere Jahre, um dieses Vertrauen aufzubauen.“

Den Akku wieder aufladen

Obwohl die TS-Woche sehr anstrengend ist und die Coaches immer auf Abruf bereitstehen, sagen sowohl Sini als auch Mikko, dass sie mehr von TeenStreet zurückbekommen, als dass es sie kostet. „Hier wird mein Jesus-Akku wieder aufgeladen,“ lacht Sini. „Ich kann Zeit mit engen Freunden verbringen und erlebe die Einheit im Leib Christi. Wir müssen nicht erst darüber diskutieren, ob wir zu TeenStreet gehen, es ist ein Selbstläufer – natürlich kommen wir. Unsere Herzen brennen dafür.“ TeenStreet beeinflusst Sinis Alltag auch Zuhause. „Nach TeenStreet fühle ich mich bevollmächtigt und ausgerüstet. Es ist, als könnte ich die gute Nachricht gar nicht für mich behalten. Ich fühle mich Gott näher und rede häufiger mit ihm. Außerdem empfinde ich Freude darüber, dass ich ihm mit meinen Gaben dienen kann. Über die Jahre hat TeenStreet mir dabei geholfen zu verstehen, wie wichtig Gott für mein Leben ist.“