'Die wertvollste Arbeit'

Karoliina Grohn

Diese Geschichte beginnt mit einem Wunsch. Ein Wunsch nach mehr männlichen Coaches. Außerdem gab es da zwei nörgelnde jüngere Geschwister, die ihren großen Bruder anbettelten, mit ihnen zu TeenStreet (TS) zu gehen. Schließlich gab der 19-jährige Kari (Finnland) nach. Er würde sich seinem kleinen Bruder und seiner Schwester bei TS anschließen.

Heute arbeitet Kari (jetzt 23) bei seinem vierten TS mit. Er hat nur ein TS verpasst, seit er zum ersten Mal hierher kam, und das wegen seines Militärdienstes.

"Etwas über das erste TS sprach wirklich zu mir", sagt Kari. "Das Konzept war für mich nicht so neu, da ich schon vorher mit Jugendlichen gearbeitet habe, aber die Größe dieser Veranstaltung war beeindruckend."

Die internationale Atmosphäre und der Worship im Throne Room waren atemberaubend. "Meine eigenen Fragen und Zweifel wurden beantwortet, während ich mit den Teenagern arbeitete."

Die Arbeit mit Jugendlichen ist das, womit sich Kari seiner Berufung am nächsten fühlt. "Ich habe verstanden, was es bedeutet, Zeit mit jungen Leuten zu verbringen", sagt er. "Für sie gibt es heutzutage nur noch wenige Vorbilder, vor allem für junge, heranwachsende Jungen. Sie versuchen so sehr, ihren Platz zwischen der christlichen und der nicht-christlichen Welt zu finden, und manchmal ist es ein Balanceakt. Der Kontrast zwischen den beiden Welten ist so stark.

"Sie stehen vor großen Fragen und schwierigen Lebenssituationen. Wie sieht es aus, ein Mann auf dieser Welt zu sein? Wie sieht gesunde Sexualität aus? Wie sollten Frauen behandelt werden? Wie wird mit Gefühlen und Emotionen umgegangen? Es ist schwer, Männer zu finden, die als Mentoren und Vorbilder fungieren und die Jungs mittendrin unterstützen können."

Ein erhörtes Gebet

Als Teenager bezeichnete sich Kari selbst als „ein Denker". Er hatte die Angewohnheit, sich von anderen abzuschotten und alle anderen auszuschließen. Er sagt, er müsse lernen, mit Menschen zusammen zu sein und wie er sie zu behandeln hat. Der erste Schritt zum Mentor und Mensch der ermutigenden Worte, der er heute ist, war sein Konfirmanden Ferienlager.

"Das Lager selbst war ein Ausweg für mich", erinnert sich Kari. "Ich kämpfte mit der Einsamkeit und wusste nicht, wie ich zu den Menschen gehen sollte. Das Lager bot eine so besondere Umgebung; Ich wurde einfach ins kalte Wasser geworfen. Es war die erste große Antwort auf mein Gebet."

Nach seiner Konfirmation diente Kari als "großer Bruder" in christlichen Lagern und begann langsam zu erkennen, dass seine Berufung im Sport und Coaching lag. Seit einem Jahr ist er zertifizierter Masseur und Sportlehrer. Im vergangenen Jahr arbeitete er in einem Sportverein für Jugendliche. Bevor er zur TS 2018 kam, verbrachte Kari einen Monat in Italien und Serbien bei der Europäischen Christlichen Sportunion (ECSU) und nahm an deren Führungstraining teil.

Ein Teil von TS zu sein hat das Leben von Kari nachhaltig geprägt: "Die ersten TeenStreets waren eine große Bestätigung für meine Berufung für meine Arbeit mit Jugendlichen und Sport."

‘Die wertvollste Arbeit’

Beim Ländertreffen am Donnerstag wollte die NET-Group von Kari mit allen TS-Teilnehmern aus Finnland über ihre Woche sprechen.

"Wir haben jeden Tag mit Teens aus anderen Ländern gesprochen und mit einigen von ihnen gebetet", freuten sie sich. "Wir selbst sind daran unglaublich gewachsen. Wir sind so viel mutiger geworden, wenn wir unseren Glauben teilten. Wir können das nur weiterempfehlen!"

Die Gruppe wollte sich bei Kari für ein weiteres gutes TS bedanken. Alle, außer einer, waren bereits in seiner NET-Group - und ein Motto von Karis Gruppe lautet : "Je mehr du gibst, desto mehr gewinnst du."

Die Jugendlichen beschreiben Kari als entspannt und aufrichtig. "Er ist jemand, mit dem man über alles reden kann. Wir freuen uns auf jede NET-Zeit, weil wir wissen, dass wir wieder miteinander reden können. Ohne Kari wäre TS nur halb so gut."

Kari ist stolz auf seine Gruppe. Er sagt, dass sie in der Lage waren, einige große Themen während dieser und früherer TeenStreets zu diskutieren und durchzudenken. "Wenn du das Wachstum siehst, das über die Jahre stattgefunden hat.... als ein einfühlsamer Mensch.... wie könnte ich sagen, dass ich das nicht tun will? Das ist die wertvollste Arbeit, die man machen kann."