TeenStreet rund um die Welt

Nicole James

Mit 19 offiziell registrierten Ländern und Teilnehmern aus 41 verschiedenen Nationen ist TeenStreet (TS)-Europe in diesem Jahr ziemlich international. Aber wusstest du, dass es tatsächlich ein globales Netzwerk von TeenStreets gibt?

Operation Mobilisation (OM), die Mutterorganisation von TS, ist in über 100 Ländern tätig. TS hat bereits in 14 verschiedenen Ländern stattgefunden, darunter Australien, Brasilien, Südafrika und die Philippinen. Mit TS-Europe nehmen jedes Jahr über 8.000 Personen teil! Jetzt will die internationale Leiterschaft von OM dieses Netzwerk noch weiter ausbauen, da TS Teil der globalen Mobilisierungsstrategie von OM ist. "Wir möchten, dass diese Jugendlichen verstehen, dass sie Teil von etwas Größerem sind", sagt Ewout, Direktor von TS-International.

OM möchte den weltweiten Leib Christi mobilisieren und ihnen helfen zu verstehen, was es bedeutet, Jesus nachzufolgen, Menschen zu begleiten, die Jesus nachfolgen möchten und sich auf die noch unerreichten Gruppen fokussieren. "Wir glauben, dass die Teenager-Generation eine wichtige Generation ist, weil viele Entscheidungen getroffen werden", erklärt Ewout.

Doch nicht nur Jugendliche werden bei TS geprägt. „Es geht um Jüngerschaft", betont er. "Der Kern von TS ist die Kleingruppe." Egal wo TS stattfindet, die Teenager werden immer Coaches haben, die M&Ms haben, die Home Office Vertreter (oder andere Mentoren) haben. Alle hören die gleichen Botschaften.

Natürlich gibt es auch Unterschiede. TS-Europe ist mit durchschnittlich 3.000 bis 4.000 Teilnehmern das mit Abstand größte, während andere TeenStreets etwa 100 Teilnehmer haben. TS- Australia hat eine Tee-Zeit mitten in der Main Hall, und anstatt mit 1.000 anderen wie bei TS-Europe auf dem Boden zu campen, gehen Teenager um 22:30 Uhr auf ihre eigenen Zimmer" (Studentenwohnheimen). Anders als bei TS-MENA (Middle East North Africa), wo um die Zeit gerade das Abendessen beendet wird, und die Teenager tanzen und draußen stundenlang auf schwach beleuchteten Feldern Fußball spielen. 

Der Start eines neuen TeenStreets

Leila*, die Leiterin von TS-MENA, war acht Mal als Coach und M&M bei TS-Europe, bevor sie das Pilotprogramm in der arabischen Welt startete. Über die Gründung von TS-MENA wurde fünf Jahre lang gesprochen, bevor sie in den Nahen Osten zog. Als sie dort ankam, bekam sie direkt den Job, TS dort zu starten und zu leiten - aus Versehen.

"Ich habe ein ganzes Gespräch auf Arabisch missverstanden, und als ich ging, war ich die Leiterin von TS-MENA", sagt sie. Es war eine große Verantwortung und "ein Crashkurs, um die arabische Kultur zu erlernen und sich anzupassen, machte auch TS kulturell relevant“, erinnert sie sich. "Es muss lokal sein, auch wenn vieles neu ist."

Glücklicherweise standen ihr ein paar einheimische Freunde zur Seite und halfen dabei, das TS-Konzept in etwas zu verwandeln, das dort funktionierte. "Es ist die gleiche Vision und die gleichen Werte wie bei TS-Europe, und während der Veranstaltung ist vieles gleich.... aber es ist an die Kultur angepasst", erklärt sie. Und alles ist auf Arabisch.

Mit dem fünften TS-MENA in der Tasche kann Leila nun den Einfluss von TS auf junge Menschen sehen. "Jugendliche sind zu Gott zurückgekehrt und haben erkannt, dass Jesus relevant ist. Er ist nicht nur etwas für alte Menschen in Kirchen - das ist das langfristige Ergebnis, von dem wir einen Eindruck bekommen", sagt sie.

Wie bei TS-Europe sind Jugendliche bei TS-MENA herausgefordert, nach Hause zu gehen und Jesus in ihrer täglichen Welt zu reflektieren. "Ihre Welt ist ein muslimisches Land. Ihre Welt ist nur wenig erreicht", sagt Leila.

Ein großer Vorteil von TS ist daher die Möglichkeit für Jugendliche, sich mit anderen Gläubigen zu verbinden und zu verstehen, dass sie nicht allein in ihrem Glauben sind. Sie können lernen, wie sie Jesus in ihrem eigenen Umfeld repräsentieren können. "Die meisten Leute denken, dass TS DAS Event ist, was sicherlich ein großer Teil davon ist, aber was mich begeistert, ist, dass wir all dieses Potenzial in diesen jungen Menschen sehen und wie Gott es in ihrem Leben gebrauchen will", sagt Leila. "Es geht darum, ein Teil ihrer Reise zu sein und zu sehen, was Gott mit ihnen machen will. Es geht darum, Ihn zu reflektieren, wohin Er sie auch immer leitet.“

Vor einigen Monaten reiste ein Team aus Europa (die alle bei TS in Deutschland waren) in den Nahen Osten und traf mehrere Freiwillige von TS-MENA. Bei ein paar Tassen starken, arabischen Kaffees konnten sich die beiden Gruppen austauschen. Sie "teilten ihr Leben miteinander, lernten sich kennen", beschreibt Leila. Da wurde TS-MENA für die Europäer zum Leben erweckt. „Für die Araber“, sagt sie, „war es ermutigend zu sehen, dass wir Brüder und Schwestern (in Christus) von anderen Teilen der Welt haben."

Dafür steht das globale Netzwerk von TS.

Derzeit gibt es Vorschläge für neue TeenStreets in den USA, Kanada, Afrika, Südasien und in HongKong für die Chinesisch-sprachige Welt. Wer weiß, wo TeenStreet als nächstes auftaucht!

*Name aus Sicherheitsgründen geändert